Nachdem ich mich im Saurierpark Kleinwelka mit Klugscheißerei ganz gut zurück gehalten habe, überkam es mich dann doch….
Als wir den Park verließen, liefen wir über eine Schotterfläche. Sabine hob einen Stein auf und fragte mich ob das ein Glitzerstein wäre - ich haße den Begriff, leider auch eine Fachtermini bei Geologiestudenten -
“Nein, Sabine das ist ein Granodiorit, obwohl man das nicht so genau sagen kann da ich den Feldspatanteil so genau nicht schätzen kann. Sagen wir besser es ist ein granitoides Gestein”
Meine Kinder sind solche Antworten schon gewöhnt, aber der Mann dort auf der Bank vermutlich nicht. Seine Blicke sagen alles, schnell weg ….
Hinter dem Mann auf der Bank liegt ein großer Stein und als Geologe wird jeder Stein und wenn auch nur flüchtig, inspiziert. So auch hier und ich rufe…
“oh Sabine guck mal hier, hier sind in dem granitoiden Gestein Aplitgänge drin. Hier siehst du die, die sind viel feinkörniger als das Umgebungsgestein” Jetzt hätte ich normalerweise meiner völlig überforderten fünfjährigen Tochter noch erklärt wie soetwas entsteht, wenn nicht der Mann gewesen wäre.. Er schaute vorhin schon sehr merkwürdig, aber der Blick als er sich jetzt langsam umdreht…
Soviel zu Geologenkinder.